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Document




Donnerstag, 1. März 2012, 18 Uhr bis Mittwoch, 4. April 2012, 20 Uhr
Heinrich-Böll- Stiftung, Berlin

DAS FRAUENGEFÄNGNIS HOHENECK

25 Portraits ehemaliger politischer Häftlinge



AUSSTELLUNG

Portraitfotos

Dirk von NAYHAUß; Text: Maggie RIEPL; Gestaltung: TYPOLY

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag; 8.00 bis 20.00 Uhr

Ausstellungseröffnung am Donnerstag, dem 1. März, 18.00 Uhr.
Eintritt frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Programm
- Begrüßung und Einführung:
Andreas POLTERMANN; Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Anna KAMINSKY; Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Ulrich HOPP, Verleger be.bra Verlag

- Zeitzeuginnengespräch mit Ellen THIEMANN und Catharina MÄGE
- Gespräch mit Fotograf Dirk von NAYHAUß und Autorin Maggie RIEPL
- Moderation: Margit MIOSGA, Journalistin RBB

- Rundgang durch die Ausstellung

Veranstalter: Heinrich-Böll- Stiftung
Veranstaltungsort: 10117 Berlin, Schumannstraße 8
Mit der S-Bahn oder mit der UBahn bis Bahnhof Friedrichstraße. Ausgang über die Spree, dann Albrechtstraße, Reinhardtstraße überqueren und nach links in die Schumannstraße.

Erstellt mit dem AVS Document Converter

Veranstaltungsbeiträge  |  8. Okt. 2009

„Über das Unsagbare reden“

„Ich bin kein Opfer mehr!“ sagt Mario Röllig selbstbewusst. „Über das Unsagbare reden, über die Demütigung, die Peinlichkeit, die Schande, die man auch im Knast erleben musste, das befreit unheimlich.“ Dafür hat er hart an sich gearbeitet. Röllig ist einer von fünf ehemaligen „Republikflüchtlingen“, die der Kölner Regisseur Stefan Weinert in seinem Dokumentarfilm „Gesicht zur Wand“ portraitiert hat. Am 60. Jahrestag der Staatsgründung der DDR zeigte die Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung dieses beeindruckende Dokument.

Der Film enthüllt die Ungeheuerlichkeit und Unmenschlichkeit der Methoden der DDR-Staatssicherheit: Drei Männer und zwei Frauen schildern, weshalb sie die DDR verlassen wollten, wie sie nach ihrer missglückten Flucht inhaftiert, überwacht, bespitzelt, gequält und entwürdigt wurden. Catharina Mäge überlebt die Haft im berüchtigten Frauengefängnis der DDR, in Hoheneck, „indem ich wie ein Igel rund um die Uhr mit aufgestellten Stacheln lebte.“ Und sie fährt fort: „Nichts war gewiss.“ Dieses Trauma liegt auch Anne M. „wie ein Stein auf der Seele.“

  
Von links: Protagonist Mario Röllig; Inés Burdow, Lebensgefährtin des Regisseurs; Moderatorin Rita Schorpp; Protagonistin Catharina Mäge; Regisseur Stefan Weinert
  
 

Im anschließenden Gespräch stellten sich Stefan Weinert, der Regisseur, und zwei seiner Portraitierten, Mario Röllig und Catharina Mäge, den Fragen der Moderatorin Rita Schorpp und des Publikums. Catharina Mäge und ihr Verlobter – heute ihr Mann - wollten gemeinsam fliehen und wurden inhaftiert. Sie schildert den totalen Verlust der Privatsphäre im Gefängnis: „Saßen Sie schon einmal auf der Toilette und vor ihren Knien wusch sich jemand?“ Catharina Mäge und ihr Mann haben geschafft, was vielen anderen ehemaligen Häftlingen nicht gelang: Sie „wussten, dass wir anders herauskommen würden, als wir hineingingen.“ Aber sie bewahrten ihr Vertrauen und ihre Liebe zueinander.

„Ich war kein Held“, stellte Röllig fest. Jahrelang litt er darunter, dass er dem perfiden System der Vernehmungen im Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen erlegen war. Die Stasi nutzte seine „panische Angst um meine Familie.“ Von den Schuldgefühlen befreit hat ihn erst das Gespräch mit Freunden und der Familie. Heute arbeitet er als Zeitzeuge in der Gedenkstätte Hohenschönhausen und berät Stasi-Opfer. Catharina Mäge engagiert sich ebenfalls als Zeitzeugin und im Frauenkreis der ehemaligen Hoheneckerinnen.

c/o > KAS

 

11.10.09 10:35
 

Die Mauer in uns

20 grenzenlose Jahre?

  • Sendetermin: Sonntag,
  • 04. Oktober 2009, 11.00 - 12.25 Uhr .
  • WDR

 

Fall der Mauer: Ost- und West-Berliner auf der Mauer am Brandenburger Tor
  • Die Bilder von der Nacht des 9. November 1989, als Tausende Menschen über die Grenzübergänge in Berlin strömten, haben sich in unser Gedächtnis eingegraben. Die Mauer, das Symbol der deutschen Teilung, war nach 28 Jahren gefallen, die friedliche Revolution im Osten hatte ihren Höhepunkt erreicht. Zwei Jahrzehnte sind seit jenen historischen Tagen vergangen, die das Ende der DDR besiegelten. Anlass für west.art am sonntag, am 4. Oktober über „20 grenzenlose Jahre“ nachzudenken. Ist zusammengewachsen, was zusammen gehört, wie damals Willy Brandt meinte? Die Mauer, die uns trennte, existiert nur noch in Bruchstücken. In den Köpfen aber, so die Meinung vieler, ist sie noch präsent.

    Welche Spuren hat die DDR hinterlassen?

    Doch abgesehen davon, wie man die Frage nach der „inneren“ Einheit beantwortet: Welche Spuren hat die DDR hinterlassen? Was ist vom real existierenden Sozialismus geblieben? Wie gehen wir mit dem Erbe der SED-Diktatur um? Noch immer leiden Menschen an den Folgen von Bespitzelung, Gefängnis und Schikane. Können sie das erlittene Unrecht vergessen? Was ist aus jenen geworden, die im anderen deutschen Staat politische Verantwortung trugen? Woran erinnern sich die einstigen Bürger, wenn sie an die DDR denken? An den Unrechtsstaat oder – jenseits ostalgischer Verklärung - auch an verbindliche Freundschaften und einen gesicherten Arbeitsplatz? Was hat sich in der Bundesrepublik mit der Wiedervereinigung verändert?

29.9.09 14:37

Gast: Catharina Mäge

  • Sendetermin: Sonntag, 04. Oktober 2009, 11.00 - 12.25 Uhr .
Catharina Mäge

Catharina Mäge gehört zu den Opfern des SED-Regimes. 1956 im Ostteil von Berlin geboren, erlebte sie schon früh die Repression in der DDR. Weil die Eltern Intellektuelle waren, durfte sie nicht das Abitur machen. Die junge Frau, die bis zur Einschulung bei den Großeltern in Westberlin gelebt hatte, beschloss, die DDR zu verlassen. Gemeinsam mit ihrem Freund und heutigen Ehemann, drei anderen Erwachsenen und zwei Kindern plante sie die Flucht. Doch der Plan flog auf. Catharina Mäge wurde verhaftet und zu einem Jahr und acht Monaten Gefängnis verurteilt. In der berüchtigten Strafvollzugsanstalt Hoheneck saß sie ihre Strafe ab. 18 Frauen lebten hier in 20 Quadratmeter großen Zellen. Demütigungen und Schikanen gehörten zum Alltag. 1977 wurde Catharina Mäge von der Bundesregierung freigekauft. An den Folgen ihrer Inhaftierung leidet sie bis heute. Das Unrecht, das ihr in der DDR widerfahren ist, kann und will sie nicht vergessen. Die so genannte „Ostalgie“ registriert sie deshalb mit Befremden. Als Zeitzeugin engagiert sie sich für die Aufklärung der SED-Diktatur. In der Potsdamer Gedenkstätte führt sie im ehemaligen Gefängnis Gespräche mit Schülern.

 

Gesicht zur Wand

Fünf Geschichten vom Traum der Freiheit und der „Zersetzung der Seele“ durch die Haft der Stasi

Filmvorführung und anschließendes Gespräch mit dem Regisseur Stefan Weinert und Zeitzeugen

Mi 7. Okt. 2009, 18.30
 
Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung,
Tiergartenstr. 35, 10785 Berlin

In dem Dokumentarfilm Gesicht zur Wand des Regisseurs Stefan Weinert berichten fünf Menschen über ihre persönlichen Erfahrungen mit der Staatssicherheit der DDR. Sie alle unternahmen einen Fluchtversuch, der scheiterte. Ihre Erzählungen stehen für die Erfahrungen von insgesamt 72.000 inhaftierten „Republikflüchtlingen“ und enthüllen die unmenschlichen Methoden der DDR-Staatssicherheit.

Sensibel lässt Weinert den Portraitierten Zeit zur persönlichen Erinnerung. Auch für die Zuschauer schafft er hier und da Möglichkeiten zum Luftholen und Durchatmen zwischen all den ungeheuerlichen Dingen, die zur Sprache kommen. Der Film lebt von der Authentizität der Personen und ihrer Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit, vom „sich wieder Hineinversetzen in erniedrigende Situationen“. Ihr Leiden wird mit zunehmender Dauer des Films fühlbar, ohne damit einen Opfermythos zu bedienen.

Weinerts Film stellt die Methoden Staatssicherheit bloß. Dem unbeteiligten Zuschauer mögen sie fast mittelalterlich erscheinen, für die Betroffenen sind sie immer präsent und liegen wie ein Stein auf der Seele.

Mit dieser Veranstaltung setzt die Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung ihre Filmreihe fort, in der Filme gezeigt und besprochen werden, die sich mit Fragen des Umgangs und der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit befassen. Wir freuen uns, dass sich neben dem Drehbuchautor und Regisseur Stefan Weinert auch zwei der im Film portraitierten Personen, Catharina Mäge und Mario Röllig, zur Mitwirkung am anschließenden Gespräch bereit erklärt haben.

Gesicht zur Wand -
Fünf Geschichten vom Traum der Freiheit
und der „Zersetzung der Seele“ durch die Haft der Stasi


Buch und Regie: Stefan Weinert


Begrüßung und Einführung

Rita Schorpp
Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung

Wir bitten um Anmeldung zu dieser Veranstaltung
Anmelden können Sie sich unter

anmeldung-berlin@kas.de

oder direkt hier.

 

 

 

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Auseinandersetzung mit DDR-Unrecht bleibt gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Bildungsminister Rupprecht und Zeitzeugin Catharina Mäge diskutieren mit Schülerinnen und Schülern des Gauß-Gymnasiums in Frankfurt (Oder)

Presseinformation vom 17.04.2009

Wann:  Montag, 20. April 2009, 12.30 bis 14.30 Uhr 

Wo:      Gauß-Gymnasium, Friedrich-Ebert-Straße 52, 15230 Frankfurt (Oder)

Was:    Bildungsminister Holger Rupprecht und Zeitzeugin Catharina Mäge diskutieren mit Schülerinnen und Schülern der Oberstufe über die DDR.
„Die aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR und der SED-Diktatur ist auch 20 Jahre nach der Wende noch brandaktuell", macht Rupprecht klar. „Vom Historiker und Schriftsteller Golo Mann stammt das Zitat: 'Wer die Vergangenheit nicht kennt, wird die Zukunft nicht in den Griff bekommen' - das gilt auch und ganz besonders für die Kenntnis der jüngsten Geschichte, und das gilt vor allem hier, im Osten Deutschlands, im Land Brandenburg. Ich wünsche mir, dass unsere Kinder und Jugendlichen erfahren, wie das Alltagsleben in der DDR aussah und welche Schattenseiten die DDR hatte, die viele ihrer Eltern miterlebt haben. Und ich wünsche mir, dass die Lehrkräfte im Land Brandenburg offen und engagiert an das Thema herangehen. Doch die Auseinandersetzung mit 40 Jahren SED-Diktatur endet nicht in Schule und Elternhaus. Sie ist und bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe."

Aus diesem Grund will sich der Bildungsminister in den kommenden Wochen auch weiteren Diskussionen mit Schülerinnen und Schülern stellen. In den vergangenen Wochen war er zu diesem Thema bereits im Gymnasium Pritzwalk (Landkreis Prignitz), im Gymnasium Neuzelle (Landkreis Oder-Spree), im von Saldern-Gymnasium in Brandenburg/Havel, im Scherpf-Gymnasium Prenzlau (Landkreis Uckermark), im Gymnasium Bernhardinum in Fürstenwalde (Landkreis Oder-Spree), im Einstein-Gymnasium Neuenhagen (Landkreis Märkisch-Oderland) sowie im Elsterschloss-Gymmnasium in Elsterwerda (Landkreis Elbe-Elster).

Die Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte ist zentraler Bestandteil der Landes- und Bildungspolitik. So hat Bildungsminister Holger Rupprecht gemeinsam mit den Bildungsministern und ­-senatoren von Berlin, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Bremen im vergangenen Jahr einen Antrag in der Kultusministerkonferenz einge­bracht, um die Demokratieerziehung an den Schulen zu stärken und die Vermittlung der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts zu intensivieren. Neben einer bundesweiten Fachtagung in diesem Jahr zur Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte stehen vor allem eine frühere Auseinandersetzung mit der jüngsten deutschen Geschichte in der Schule und die Stärkung der Schülerbeteiligung im Fokus des KMK-Antrags. 

Bereits im Jahr 2007 hat die Landesregierung ein Konzept zur aktiven gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur verabschiedet. Dort ging es unter anderem darum, die Vernetzung der Gedenkstätten und Museen voranzutreiben, Themen der Nachkriegsgeschichte auch im Rahmen von internationalen Schülerbegegnungen zu behandeln und den Erfahrungsaustausch - etwa bei der wissenschaftlichen Aufarbeitung - mit den Staaten auszubauen, die früher zum Ostblock gehörten. 

Die Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte spielt ebenso in den Schulen eine wichtige Rolle. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat alle Schulen ausdrücklich verpflichtet, sich in allen Schulstufen mit der Geschichte der DDR auseinanderzusetzen. Darüber hinaus ist die Vermittlung von Wissen über die DDR integraler Bestandteil der Rahmenlehrpläne für die Sekundarstufe I sowie für die Sekundarstufe II, v.a. in den Fächern Geschichte und Politische Bildung. Um darüber hinaus Kindern und Jugendlichen einen besseren Zugang zur DDR-Geschichte zu ermöglichen, gibt es seit 2002 zudem zahlreiche Kooperationen mit Gedenkstätten und Institutionen, die sich mit der Aufarbeitung der DDR-Geschichte beschäftigen, u.a. mit der Bundesbeauftragten für die Unterlagen der ehemaligen Staatssicherheit, dem Verein „Berliner Mauer" sowie der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Für die pädagogische Arbeit mit Schülerinnen und Schülern in Gedenkstätten und Museen stellt das Bildungsministerium zudem 15 speziell geschulte Gedenkstättenlehrer.




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